Suzuki wird eine überarbeitete Version des Toyota RAV4 – bekannt als 2026 Suzuki Across PHEV – exklusiv in Europa verkaufen, aber Australien wird das Modell nicht bekommen, trotz seines Potenzials, Suzukis Verkäufe anzukurbeln. Die Entscheidung fällt, während der RAV4 der nächsten Generation seine Dominanz auf dem australischen Markt fortsetzt und im Jahr 2025 mit über 51.947 verkauften Einheiten alle anderen SUVs übertrifft.
Strategie nur für Europa
Der Across, der erstmals im Jahr 2020 als überarbeiteter RAV4 auf den Markt kam, wird für das Modelljahr 2026 nur minimale kosmetische Änderungen erhalten, die sich hauptsächlich auf neue Embleme beschränken. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu den umfangreicheren Neugestaltungen, die typischerweise bei Modellaktualisierungen zu sehen sind, dient aber Suzukis Ziel, strengere europäische Emissionsvorschriften einzuhalten. Der Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang (PHEV) wird Suzuki dabei helfen, die kommenden Euro-7-Normen einzuhalten, auch wenn er den Across zum teuersten Angebot der Marke macht.
Warum Australien etwas verpasst
Suzuki Australia bestätigte, dass der Across trotz des Potenzials, direkt mit Toyotas Bestseller zu konkurrieren, ein reines Europamodell bleiben wird. Die überwältigende Beliebtheit des RAV4 in Australien – die Suzukis gesamten Absatz von 15.378 Fahrzeugen im Jahr 2025 bei weitem übertrifft – macht es unwahrscheinlich, dass Suzuki Toyotas Marktanteil ausschlachten würde.
„Der Across ist ausschließlich ein Europa-Modell und wird hier nicht angeboten“, erklärte ein Sprecher von Suzuki Australia.
Die Entscheidung spiegelt auch die Tatsache wider, dass Suzuki Australia derzeit kein PHEV anbietet, obwohl es in Modellen wie dem Fronx Mild-Hybrid-Optionen gibt. Der Across wäre Suzukis erster PHEV für den lokalen Markt gewesen, aber der Business Case rechtfertigt die Investition nicht.
Eine Einbahnstraße
Die Beziehung zwischen Toyota und Suzuki beinhaltet Cross-Branding, wobei Toyota eine kleine Beteiligung an Suzuki besitzt. Die Vereinbarung ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Modellen: Der Suzuki Fronx wird in Indien als Toyota Urban Cruiser Taisor verkauft, während der kommende Suzuki e Vitara in einigen Märkten (jedoch nicht in Australien) als Toyota verkauft wird. Sowohl der 2026 Across als auch der RAV4 werden sich den gleichen 2,5-Liter-Vierzylinder-PHEV-Antriebsstrang teilen und mit einer 22,7-kWh-Batterie 224 kW für eine elektrische Reichweite von 100 km erzeugen. Der Across wird nur Allradantrieb haben, während der RAV4 auch mit Frontantrieb erhältlich sein wird.
Der Innenraum wird weitgehend dem RAV4 ähneln und über einen 12,9-Zoll-Infotainment-Touchscreen und ein 12,3-Zoll-Digitalinstrumentenkombi verfügen.
Die Entscheidung, den Across vom australischen Markt auszuschließen, stärkt Toyotas Dominanz und unterstreicht gleichzeitig eine strategische Partnerschaft, bei der Modellwechsel beiden Marken zugute kommen, jedoch nicht unbedingt in jeder Region.
