Ferrari bereitet eine leistungsstärkere Variante seines Purosangue-SUV vor und behält dabei den V12-Saugmotor bei, verfeinert gleichzeitig das Handling und steigert möglicherweise die Leistung. Dieses Update steht im Einklang mit der umfassenderen Strategie von Ferrari: das Angebot an Verbrennungsmotoren (ICE) aufrechtzuerhalten, auch wenn sich die Branche in Richtung Elektrifizierung verlagert. Die Produktion ist für die zweite Jahreshälfte geplant und damit eines von fünf neuen Modellen, die Ferrari im Jahr 2026 auf den Markt bringen will.
V12-Kraftpaket bleibt zentral
Der aktuelle Purosangue verfügt über einen 6,5-Liter-V12-Motor mit 715 PS. Allerdings hat Ferrari das Potenzial für mehr Leistung auch bei anderen Modellen bewiesen – etwa beim 12Cilindri (819 PS) und beim Daytona SP3 (bis zu 829 PS). Während spezifische Leistungssteigerungen für den aktualisierten Purosangue nicht bestätigt wurden, besteht die Möglichkeit weiterhin. Dieser Schritt ist angesichts des Branchentrends hin zu Hybrid- oder vollelektrischen SUVs bemerkenswert, da Ferrari sich dafür entscheidet, seinen charakteristischen Motor zu verdoppeln.
Produktionsgrenzen und Marktstrategie
Ferrari wird die Purosangue-Produktion weiterhin auf 20 % seiner Jahresproduktion beschränken, im Gegensatz zu Konkurrenten wie Lamborghini (Urus), Aston Martin (DBX), Rolls-Royce (Cullinan) und Bentley (Bentayga), die solche Beschränkungen nicht auferlegen. Diese Knappheit ist gewollt, um trotz hoher Nachfrage die Exklusivität der Marke zu wahren. Der „Basis“-Purosangue wird in den USA bereits für über 400.000 US-Dollar verkauft, eine verbesserte Version übersteigt leicht 500.000 US-Dollar.
Zukünftige Motorenpläne
Ferrari geht davon aus, dass bis 2030 40 % seiner Modelle reine Verbrennungsmotoren bleiben werden, weitere 40 % werden Plug-in-Hybride ausmachen. Die restlichen 20 % werden elektrisch sein. Das Unternehmen hat außerdem bestätigt, dass es seine V6-, V8- und V12-Motoren weiter verbessern wird, um die neuen Abgasnormen (Euro 7-Konformität) zu erfüllen. Dieses Engagement für Verbrennungsmotoren ist von Bedeutung, da Ferrari Wege gefunden hat, diese Antriebsstränge funktionsfähig zu halten, während die Konkurrenz die Entwicklung von Elektrofahrzeugen beschleunigt.
Die Entscheidung von Ferrari, den Purosangue mit einem aktualisierten V12 aufzuwerten, unterstreicht seine einzigartige Position auf dem Luxus-SUV-Markt: einem Markt, in dem Knappheit und Leistung Vorrang vor Volumen haben. Die Fähigkeit der Marke, erstklassige Preise zu erzielen, sorgt für Rentabilität, auch ohne die Produktion zu maximieren.
