Der Omoda 5 2026 stellt einen bemerkenswerten Fortschritt für die Newcomer-Marke dar und bietet eine überraschend wettbewerbsfähige Hybridoption in einem überfüllten Markt. Die jüngsten Updates der Plattform – Cherys T1X, erstmals im Jahr 2017 veröffentlicht – waren zwar zunächst enttäuschend, haben jedoch viele der Mängel des Originalmodells behoben. Das Auto ist jetzt in den Benzin-, Vollhybrid- und Elektrovarianten erhältlich, die alle über die gleiche Kerntechnik verfügen.
Was ist neu für 2026?
Omoda hat die 5 in den letzten zwei Jahren deutlich verfeinert. Die wichtigste Änderung ist die Einführung eines Vollhybrid-Antriebsstrangs mit einem 1,5-Liter-Motor gepaart mit einem Honda e:HEV-Getriebe. Dies sorgt für eine gleichmäßige, leise Leistung und stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber der früheren, weniger polierten Benzinversion dar. Auch der Innenraum wurde aktualisiert, mit einem moderneren Design und einem verbesserten Infotainmentsystem – als Reaktion auf das Feedback der Verbraucher.
Leistung und Handhabung
Das Hybridmodell (SHS-H) ist der herausragende Leistungsträger. Es bietet reaktionsschnelle Beschleunigung und reibungslosen Betrieb und kombiniert intuitiv regeneratives Bremsen. Obwohl er nicht so raffiniert ist wie ein Nissan Qashqai e-Power, übertrifft er Konkurrenten wie den Honda HR-V und den Hyundai Kona Hybrid in puncto Laufruhe. Die Benzinversion, die von 183 PS auf 145 PS reduziert wurde, bietet immer noch ausreichend Leistung, es fehlt jedoch die Raffinesse des Hybrids.
Auch die Handhabung wurde überarbeitet. Der ursprüngliche 5 litt unter einer inkonsistenten Dynamik – schnelles Lenken kombiniert mit übermäßigem Wanken der Karosserie. Die aktualisierte Version ist fester, was jedoch zu einem etwas hölzernen Fahrgefühl führt. Es vermeidet übermäßiges Wanken, erzeugt aber ein leichtes Wackelgefühl, ähnlich wie bei einigen leistungsorientierten Ford Kuga-Modellen. Das Chassis dreht sich gern, was für Fahrer, die mit einem solchen Verhalten in einem Crossover nicht vertraut sind, verunsichern kann.
Innenraum und Raum
Der Innenraum ist solide verarbeitet und verfügt über viele Soft-Touch-Oberflächen, fühlt sich jedoch unauffällig an und weist einen auffälligen Plastikgeruch auf. Das Infotainment ist jetzt benutzerfreundlicher, mit kabelloser Apple CarPlay- und Android Auto-Integration. Allerdings bleibt die Verpackung ein Schwachpunkt. Die Kopffreiheit im Fond ist aufgrund der abfallenden Dachlinie begrenzt und die Beinfreiheit ist geringer als bei Konkurrenten wie dem Nissan Qashqai.
Auch der Kofferraum ist mit 380 Litern (370 Liter beim Hybrid) unterdurchschnittlich – deutlich kleiner als beim Ford Puma und Qashqai. Dies deutet darauf hin, dass Omoda beim Design dem Stil Vorrang vor der Praktikabilität einräumte.
Wertversprechen
Die größte Stärke des Omoda 5 ist sein Preis. Die Hybridversion beginnt bei 25.740 £ in der Basisausstattung und liegt damit unter den meisten Konkurrenten, darunter dem Dacia Duster Hybrid und japanischen Konkurrenten. Der 5er ist zwar kein Spitzenreiter in Sachen Fahrqualität, Effizienz oder Innenraumatmosphäre, bietet aber ein überraschend kompetentes Paket für sein Geld.
Der Omoda 5 2026 zeigt, wie schnell sich neue Marken verbessern können. Es handelt sich nicht länger um eine einfache Billigoption, sondern um einen recht konkurrenzfähigen Crossover, der einen reibungslosen Antrieb, moderne Funktionen und einen attraktiven Preis bietet. Für preisbewusste Käufer ist es eine überzeugende Alternative.
