Volkswagen Touareg-Rückruf: Brandgefahr erfordert dringendes Software-Update

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Volkswagen ruft 214 Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV) des Typs Touareg R zurück, die zwischen 2020 und 2024 hergestellt wurden, da aufgrund einer defekten Hochspannungsbatterie erhebliche Brandgefahr besteht.

Das Problem: Defekte Batteriezellen

Laut der Rückrufmitteilung des Unternehmens könnten bestimmte Zellmodule in der Batterie während des Ladevorgangs überhitzen, was möglicherweise zu einem Fahrzeugbrand führen könnte. Dies ist nicht nur ein mechanisches Problem; Moderne Batterien für Elektrofahrzeuge sind komplexe Systeme, und selbst kleinere Defekte können aufgrund des thermischen Durchgehens schnell eskalieren – ein sich selbst beschleunigender Prozess, bei dem Wärme zu einer weiteren Verschlechterung und Wärmeentwicklung führt.

Sofortmaßnahmen für Eigentümer

Bis zur Installation des Software-Updates empfiehlt Volkswagen Besitzern Folgendes:

  • Externes Laden vermeiden: Laden Sie die Hochvoltbatterie nicht mit externen Quellen.
  • Vom Elektromodus absehen: Fahren Sie nicht im reinen Elektromodus.
  • Stellen Sie „Batteriehalt“ auf 50 % ein: Wenn Sie den Hybridmodus verwenden, begrenzen Sie den Ladezustand auf 50 %.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sollen das Risiko einer Überhitzung und eines möglichen Brandes verringern. Besitzer können das Fahrzeug bedenkenlos weiterhin im Benzinbetrieb betreiben.

Die Lösung: Kostenloses Software-Update

Die Lösung ist ein kostenloses Software-Update, das bei autorisierten Volkswagen-Händlern durchgeführt wird. Betroffene Fahrzeughalter sollten schnellstmöglich einen Termin zur Installation des Updates vereinbaren. Die Liste der Fahrzeugidentifikationsnummern (VIN) für betroffene Fahrzeuge ist [hier] verfügbar (Link zur VIN-Liste).

Warum das wichtig ist

Obwohl der Rückruf eine relativ kleine Anzahl von Fahrzeugen betrifft, unterstreicht er die Sicherheitsbedenken, die mit der Hochspannungsbatterietechnologie verbunden sind. Batteriebrände sind besonders gefährlich, da sie schwer zu löschen sind und giftige Dämpfe freisetzen können. Dieser Vorfall könnte zu einer weiteren Überprüfung der Batterieherstellungsprozesse in der gesamten Automobilindustrie führen, da Automobilhersteller zunehmend auf diese Systeme für Elektro- und Hybridfahrzeuge angewiesen sind.

Für Fragen oder Unterstützung hat Volkswagen eine Rückruf-Hotline unter 1800 504 076 eingerichtet.

Der Rückruf soll daran erinnern, dass selbst fortschrittliche Automobiltechnologie eine kontinuierliche Überwachung und schnelle Reaktionen auf potenzielle Sicherheitsmängel erfordert.