Die Strafverfolgungsbehörden von Tennessee stehen zu Tausenden von DUI-Festnahmen ohne Beweise für eine Alkohol- oder Drogenbeeinträchtigung, trotz zunehmender öffentlicher und rechtlicher Kontrolle. Die Highway Patrol (THP) des Staates besteht darauf, dass diese Verhaftungen auf der Grundlage beobachtbarer Verhaltensweisen, Ergebnissen von Nüchternheitstests vor Ort und Beurteilungen der Beamten gerechtfertigt sind.
Die Kontroverse
In den letzten Jahren hat THP mindestens 2.547 Fahrer wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen, die anschließend negativ auf Alkohol oder Drogen getestet wurden. Diese Praxis geriet im Jahr 2025 in die Kritik, als FOX 17 News mit der Untersuchung begann, was zu einer neuen Landesgesetzgebung führte, die die jährliche Offenlegung von Statistiken zu „nüchternem Fahren unter Alkoholeinfluss“ vorsah. Allein im Jahr 2024 kam es landesweit zu 419 solchen Festnahmen.
Die Rechtfertigung der Patrouille
Laut THP-Oberst Matt Perry wird jede Festnahme durch „Beweise“ und „Indikatoren“ einer Beeinträchtigung gestützt. Dazu gehören undeutliche Sprache, blutunterlaufene Augen, mit Alkohol oder Drogen verbundene Gerüche sowie die Leistung bei Nüchternheitstests vor Ort. Perry behauptet, dass Polizisten nicht nur wegen des Verdachts auf Alkoholgeruch festnehmen, sondern die „Gesamtheit“ des beobachteten Verhaltens berücksichtigen.
Interner Druck und Durchsetzungsziele
Interne THP-Dokumente, die FOX 17 News erhalten hat, enthüllen eine Geschichte der Durchsetzungsziele, einschließlich der Anforderungen an Polizisten, während bestimmter DUI-Durchsetzungsschichten mindestens zwei „Kontakte“ pro Stunde herzustellen. Während das THP behauptet, dass dieser Maßstab für allgemeine Patrouillenaktivitäten gilt, erwähnen mehrere nüchterne DUI-Festnahmeberichte „Alkoholgerüche“ und „fehlgeschlagene Sehtests“, selbst wenn kein Alkohol festgestellt wurde.
Rechtliche Herausforderungen und Transparenz
Der Staat sieht sich nun mit mehreren Gerichtsverfahren wegen dieser Festnahmen konfrontiert, die Fragen über den wahrscheinlichen Grund und das ordnungsgemäße Verfahren aufwerfen. Die laufenden Ermittlungen und Gesetzesänderungen deuten darauf hin, dass der Druck der Strafverfolgungsbehörden auf Transparenz zunimmt.
Das Beharren des THP darauf, dass jede Festnahme trotz negativer Drogen- und Alkoholtests gerechtfertigt sei, unterstreicht die besorgniserregende Abhängigkeit von subjektiven Beobachtungen der Beamten. Es bleibt abzuwarten, ob mehr Transparenz diese rechtlichen Herausforderungen lösen und die Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Übergriffe bei der Durchsetzung von Fahren unter Alkoholeinfluss ausräumen wird.























