Hyundai unterstützt EU-Plan für günstigere Stadtautos und strebt nach regulatorischer Klarheit

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Xavier Martinet, CEO von Hyundai Europe, hat seine Unterstützung für die von der Europäischen Union vorgeschlagene Fahrzeugkategorie M1E zum Ausdruck gebracht, die die Produktion erschwinglicherer Kleinwagen erleichtern soll. Er betonte jedoch die Notwendigkeit genauer Einzelheiten darüber, wie der Rahmen die Rentabilität der Hersteller sicherstellen wird. Die Initiative zielt darauf ab, die Produktionskosten zu senken, indem bestimmte Vorschriften für kleinere Fahrzeuge gelockert, die erforderliche Technologie und Ausrüstung reduziert und letztendlich die Preise für Verbraucher gesenkt werden.

Das M1E-Framework: Ein potenzieller Game-Changer

Die M1E-Kategorie der EU soll die Gesetzgebung für Kleinwagen vereinfachen und deren Bau billiger machen. Dieser Schritt wurde von mehreren Autoherstellern begrüßt, darunter Dacia, BYD, Peugeot und Citroën, die alle bis zur behördlichen Bestätigung über neue Elektrofahrzeuge der Einstiegsklasse nachdenken. Hyundai stimmt dem Grundsatz gelockerter Vorschriften zu, wenn die EU bestrebt ist, den europäischen Kunden erschwinglichere Elektrofahrzeuge anzubieten.

Martinet wies darauf hin, dass die entscheidende Frage weiterhin lautet: Welche Regeln genau werden gelockert? Er fragte insbesondere, ob sich die Änderungen auf Sicherheitsstandards oder Motorspezifikationen auswirken würden, und wies darauf hin, dass einige Interessenvertreter sogar eine Rückkehr zu Verbrennungsmotoren (ICE) für Kleinwagen vorgeschlagen haben, obwohl dies derzeit nicht die Absicht von M1E ist.

„Die Frage, die ich zu den Vorschriften habe, ist: Welche möchten Sie wegnehmen? Ist es die Sicherheit? Sind es einige der Motorspezifikationen?“

Überregulierung in Europa im Vergleich zu globalen Märkten

Laut Martinet ist die europäische Automobilindustrie deutlich stärker reguliert als ihre Pendants in anderen globalen Märkten, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Er argumentierte, dass die zunehmende Regulierungslast im Laufe der Jahre die Fahrzeugkosten in die Höhe getrieben habe.

Der CEO betonte, dass Europa „den Markt viel zu stark reguliert im Vergleich zu dem, was die anderen tun“. Diese Überregulierung hat zu einem Kostennachteil für europäische Hersteller und einer eingeschränkten Erschwinglichkeit für Verbraucher geführt.

Hyundais Position: Auf bestehenden Erfolgen aufbauen

Während Hyundai seine Pläne zur Einführung eines neuen Stadt-Elektrofahrzeugs im Rahmen des M1E-Rahmens nicht bestätigt hat, verwies Martinet auf den Erfolg des Inster – des günstigsten Elektrofahrzeugs des Unternehmens – als Beweis für seine Stärke im Kleinwagensegment.

Der in Europa bereits beliebte Inster zeigt die Fähigkeit von Hyundai, erschwingliche Elektrofahrzeuge zu liefern, die den Kundenbedürfnissen in Bezug auf Reichweite, Ausstattung und Preis gerecht werden. Die M1E-Kategorie könnte diese Position durch die Straffung der Vorschriften und die Senkung der Produktionskosten weiter stärken.

Die M1E-Initiative der EU stellt einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Erschwinglichkeit auf dem europäischen Automobilmarkt dar, ihr Erfolg hängt jedoch von einer klaren und detaillierten regulatorischen Umsetzung ab. Ohne diese Klarheit werden die Automobilhersteller weiterhin zögern, sich auf neue erschwingliche Modelle festzulegen.