Die neueste Fahrzeugzuverlässigkeitsstudie von JD Power zeigt einen besorgniserregenden Trend: Die Zuverlässigkeit von Autos nimmt ab. Während einige Marken immer noch besser abschneiden als andere, ist die Gesamtzahl der von Besitzern gemeldeten Probleme nach drei Jahren im Besitz auf 204 Probleme pro 100 Fahrzeuge (PP100) gestiegen – der höchste Wert seit 2022. Dies ist wichtig, weil Besitzer ihre Autos länger behalten, was bedeutet, dass diese langfristigen Probleme einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit und den Wiederverkaufswert haben.
Premium vs. Massenmarkt: Eine wachsende Kluft
Die Studie verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen Premium- und Mainstream-Marken. Premiumfahrzeuge sind jetzt weniger zuverlässig als Modelle für den Massenmarkt, ein Wandel, der sich beschleunigt. Das Premium-Segment liegt im Durchschnitt bei 217 PP100, was einer Steigerung von acht Problemen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies bedeutet, dass Besitzer von Luxusautos trotz höherer Preise mehr Probleme haben als Besitzer erschwinglicherer Marken. Sieben von neun Kategorien – darunter Funktionen, Bedienelemente, Anzeigen und das gesamte Fahrerlebnis – zeigten, dass Premiumfahrzeuge schlechter abschnitten als Optionen für den Massenmarkt.
Top-Performer und größte Verlierer
Lexus bleibt mit einem Wert von nur 151 PP100 die zuverlässigste Premiummarke, während Buick mit 160 PP100 das Mainstream-Segment anführt. Mini und Chevrolet folgen dicht dahinter und sichern sich den zweiten bzw. dritten Platz in der Kategorie Massenmarkt.
Am anderen Ende des Spektrums gehören Volkswagen, Volvo und Land Rover mit Werten über 270 PP100 zu den am wenigsten zuverlässigen Marken. Zu den unteren 10 gehören Luxusmarken wie Audi und Mercedes-Benz, was darauf hindeutet, dass hohe Preise keine Garantie für ein problemloses Besitzerlebnis sind.
Das Infotainment-Problem
Ein erheblicher Teil der gemeldeten Probleme (fast die Hälfte in der Kategorie Infotainment) ist auf Verbindungsprobleme zurückzuführen. Besitzer beschweren sich häufig über fehlerhafte Smartphone-Integration, unzuverlässiges Bluetooth, ineffektives kabelloses Laden und schlecht gestaltete OEM-Apps. Dies deutet darauf hin, dass Autohersteller der Funktionserweiterung Vorrang vor der Grundfunktionalität geben, was zu einer frustrierenden Erfahrung für die Fahrer führt.
Was das für Verbraucher bedeutet
Jason Norton, Leiter Auto-Benchmarking bei JD Power, stellt fest: „Da Besitzer ihre Fahrzeuge länger behalten, ist das langfristige Besitzerlebnis wichtiger denn je.“ Die Studie impliziert, dass sich Autohersteller auf die Verfeinerung vorhandener Technologien konzentrieren müssen, bevor sie neue Funktionen einführen. Der Trend deutet auf die Notwendigkeit einer stärkeren Qualitätskontrolle und einer Rückkehr zu den Grundlagen hin – die Grundlagen richtig zu machen, bevor die Grenzen der Innovation überschritten werden.
Die 10 zuverlässigsten Automarken (2026):
- Lexus – 151 PP100
- Buick – 160 PP100
- Mini – 168 PP100
- Cadillac – 175 PP100
- Chevrolet – 178 PP100
- Subaru – 181 PP100
- Porsche – 182 PP100
- Toyota – 185 PP100
- Kia – 193 PP100
- Nissan – 194 PP100
Die Studie bestärkt die Idee, dass Zuverlässigkeit nicht unbedingt an den Preis oder das Markenprestige gebunden ist und dass Verbraucher beim Kauf sorgfältig auf langfristige Zuverlässigkeit achten sollten.























