Winterreichweitentest für Elektroautos: Audi, Mercedes, Tesla, Kia und MG am Limit

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Die Reichweite von Elektrofahrzeugen (EV) sinkt bei kaltem Wetter erheblich. Ein aktueller Megatest von Automobiljournalisten hat fünf Langstrecken-Elektrofahrzeuge – Audi A6 Avant e-tron, Mercedes-Benz CLA 250+ Sport, Tesla Model Y, Kia EV4 und MG IM5 Long Range – brutalen Winterbedingungen ausgesetzt, um die tatsächliche Leistung zu ermitteln. Der Test konzentrierte sich darauf, ob Elektrofahrzeuge trotz realer Kälte-, Regen- und Ladeherausforderungen immer noch die von den Herstellern versprochene Reichweite von mehr als 300 Meilen bieten können.

Die Konkurrenten und ihre Versprechen

Die Autos reichten vom preisgünstigen Tesla Model Y (314 Meilen offizielle Reichweite) bis zum luxuriösen Audi A6 Avant e-tron (430 Meilen Reichweite). Der Mercedes CLA 250+ Sport zeichnete sich durch eine beworbene Reichweite von 484 Meilen aus, während der MG IM5 Long Range über die meiste Leistung (401 PS) und die größte Batterie (96,5 kWh) verfügte. Der Kia EV4 stellte mit einem Preis von unter 37.000 £ die günstigste Option dar, um sich für staatliche Anreize zu qualifizieren.

Diese Zahlen sind wichtig, weil die Einführung von Elektrofahrzeugen davon abhängt, dass Käufer den beworbenen Reichweiten vertrauen. Kalte Temperaturen, Autobahngeschwindigkeiten und ineffizientes Laden können diese Zahlen schnell schmälern, was zu „Reichweitenangst“ führt – der Angst, auf der Strecke zu bleiben. Ziel des Tests war es, diese Realität zu quantifizieren.

Ladeherausforderungen und erste Ergebnisse

Der erste Test war eine Kaltladung. Der Kia EV4 hatte Probleme und brauchte über 90 Minuten, um eine Ladung von 91 % zu erreichen. Der MG IM5 weigerte sich zunächst, mit Gleichstrom zu laden, so dass eine Problemumgehung erforderlich war, um 98 % zu erreichen. Das Tesla Model Y lädt am schnellsten und erreicht 100 % in 58 Minuten. Diese frühen Störungen haben zwei wichtige Erkenntnisse deutlich gemacht: Kaltes Wetter verlangsamt den Ladevorgang erheblich, und Softwareeinschränkungen schützen Batterien, indem sie die Leistung drosseln, wenn sie sich der vollen Kapazität nähern.

Unterwegs: Leistung und Komfort

Der Audi A6 Avant e-tron überzeugte durch sein geschmeidiges Fahrverhalten und seine starke Beschleunigung (0–100 km/h in 5,4 Sekunden). Allerdings lenkte das allzu aggressive Head-up-Display ab. Der Mercedes-Benz CLA 250+ Sport legt Wert auf Komfort und bietet ein angenehmes Fahrgefühl, aber einen langweiligen Innenraum. Der Kia EV4 erwies sich als geräumig, litt jedoch unter aufdringlichen Fahrerassistenzsystemen. Die Effizienz des MG IM5 hinkte hinterher, während der Tesla noch nicht getestet wurde.

Wichtige Erkenntnisse

Der Test ergab, dass die offiziellen Angaben zur Reichweite bei winterlichen Bedingungen optimistisch sind. Der Mercedes CLA 250+ Sport zeigte die beständigste Effizienz, während der Kia EV4 Probleme mit der Aufladung und den Fahrerassistenzsystemen hatte. Der MG IM5 hinkte trotz seiner Leistung und Akkugröße bei der Effizienz hinterher. Der Audi A6 Avant e-tron bot ein raffiniertes Erlebnis, blieb jedoch hinter der beworbenen Reichweite zurück.

Die endgültigen Ergebnisse werden von der gesamten 36-Stunden-Runde abhängen, einschließlich Hauptverkehrsstraßen und Autobahnfahrten, aber diese Anfangsphase unterstreicht, wie wichtig realistische Erwartungen beim Besitz eines Elektrofahrzeugs in kälteren Klimazonen sind.