BMW trennt sich von i5 und 5er: Eine neue Ära der Elektroplattformen

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BMW bereitet eine bedeutende Änderung seiner Fahrzeugstrategie vor und teilt den künftigen i5 und die 5er-Serie in verschiedene Modelle mit speziellen Plattformen auf. Dieser Schritt folgt einem Muster, das durch die Paarungen i3/3-Serie und iX3/X3 etabliert wurde, bei denen sich die Versionen mit Elektro- und Verbrennungsmotor nicht mehr ein einziges Chassis teilen.

Neue Klasse als Katalysator

Der Übergang wird durch die „Neue Klasse“-Plattform von BMW vorangetrieben, eine auf Elektrotechnik ausgerichtete Architektur, die bereits im iX3-SUV und der i3-Limousine zum Einsatz kommt. Bis 2027 will das Unternehmen Neue-Klasse-Technologie in 40 Modelle integrieren. Joachim Post, BMW-Forschungs- und Entwicklungsvorstand, betonte die Notwendigkeit der Skalierbarkeit: „Wir sind ein Global Player und müssen unsere Technologie auf die gesamte Flotte übertragen, um diese Skaleneffekte zu erzielen.“

Diese Aussage verdeutlicht, warum BMW keine halben Sachen macht; Es geht vor allem darum, Effizienz und Gewinn zu maximieren.

Plattformtrennung: Verbrennung vs. Elektro

Die nächste Generation des i5 und i7 wird voraussichtlich vollständig auf die Neue Klasse umsteigen, während die 5er- und 7er-Serie die bestehende CLAR-Plattform für Verbrennungsmotoren beibehalten wird. Diese Trennung ermöglicht ein optimiertes Design und Engineering für jeden Antriebsstrang.

Der aktuelle 5er und der i5 (veröffentlicht im Jahr 2023) werden voraussichtlich im Jahr 2027 ein Facelift erhalten, wobei gegen Ende des Jahrzehnts ein kompletter Generationswechsel folgen wird. Für die 7er-Serie und den i7 (Debüt 2022) ist bereits ein Mid-Cycle-Update geplant.

Design und Proportionen: Eine klare Unterscheidung

Die Umstellung auf dedizierte EV-Plattformen wird zu spürbaren Designunterschieden führen. Elektromodelle profitieren von kürzeren Überhängen, längeren Radständen und aerodynamischeren Silhouetten. Der kommende 3er, bei dem im Vergleich zur i3-Limousine bereits ein anderes Armaturenbrett-Achsen-Verhältnis zu sehen ist, dient als frühes Beispiel für diesen Trend.

Das Ziel besteht darin, den Innenraum und die aerodynamische Effizienz zu maximieren, was nicht vollständig erreicht werden kann, wenn das Design so angepasst wird, dass es sowohl Verbrennungsmotoren als auch elektrische Antriebsstränge berücksichtigt.

Implikationen für zukünftige Modelle

Durch die Trennung von Elektro- und Verbrennungsmodellen gewinnt BMW an Designfreiheit und technischer Effizienz. Vor allem der i5 und der i7 dürften von der gezielten Fokussierung auf Elektrofahrzeuge profitieren, was möglicherweise zu geräumigeren Innenräumen und besserer Leistung führt. Diese Strategie unterstreicht das Engagement von BMW für die Elektrifizierung und bedient gleichzeitig die traditionellen Käufer von Verbrennungsmotoren.

Bei dieser Divergenz geht es nicht nur um die Technologie; Es geht darum, eine klare langfristige Vision zu signalisieren, bei der Elektrofahrzeuge keine nachträglichen Gedanken, sondern vollständig realisierte, optimierte Fahrzeuge sind.