Ford führt zwei neue Rückrufe durch, die etwa 3.000 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2025 und 2026 betreffen. Bei einem Rückruf geht es um ein potenziell gefährliches Problem mit den Schiebedächern bestimmter Ford Mavericks, bei dem anderen handelt es sich um Bremslichter, die möglicherweise auch dann leuchten, wenn die Bremsen nicht betätigt sind. Diese Rückrufe erhöhen die Gesamtzahl von Ford im Jahr 2024 auf 21 – mehr als alle anderen großen Autohersteller zusammen.
Defekt am Maverick-Schiebedach
Der erste Rückruf betrifft 323 Ford Mavericks. Das Problem: Das Glas des Schiebedachs ist möglicherweise nicht sicher mit dem Rahmen verbunden, wodurch die Gefahr besteht, dass es sich während der Fahrt löst. Ford entdeckte das Problem, nachdem er im Januar einen Bericht aus Brasilien erhalten hatte, und führte die Ursache auf einen fehlerhaften Klebekatalysator zurück, der bei der Herstellung verwendet wurde.
Man geht davon aus, dass etwa 63 % der betroffenen Fahrzeuge (etwa 204 in den USA) die fehlerhafte Bindung haben. Obwohl über den ersten Fall hinaus keine weiteren Vorfälle gemeldet wurden, ist die Gefahr einer Glastrennung erheblich. Die Händler werden die Schiebedächer bei Bedarf prüfen und austauschen, Ersatzteile werden jedoch erst im April erwartet.
Dieser Rückruf verdeutlicht einen breiteren Trend im Automobilbau: Selbst geringfügige Fehler in Klebstoffen oder Verbindungsprozessen können zu ernsthaften Sicherheitsbedenken führen.
Bremslichtstörung bei Nutzfahrzeugen
Der zweite Rückruf betrifft 2.422 Nutzfahrzeuge vom Typ F-53 und F-59 ohne Fahrgestell. Diese Fahrzeuge verfügen über Bremslichter, die auch dann leuchten, wenn das Bremspedal nicht betätigt wird. Die Hauptursache: erhöhte Reibung innerhalb des Bremskraftverstärkersystems aufgrund einer Werkzeugänderung durch einen Lieferanten.
Ein Monteur machte Ford im Januar auf das Problem aufmerksam und enthüllte, dass eine unvollständige Rückführung des Bremspedals dazu führen könnte, dass die Bremslichter ständig aktiviert würden. Ford hat 41 Garantieansprüche und 16 Erfahrungsberichte im Zusammenhang mit dem Problem erfasst, es gibt jedoch einige Überschneidungen, da etwa 42 Fahrzeuge direkt betroffen sind.
Der Händler wird die Druckstange des Bremskraftverstärkers überprüfen und reparieren, um das Problem zu beheben.
Beide Rückrufe zeigen, wie wichtig eine strenge Qualitätskontrolle bei der Automobilmontage ist, insbesondere bei Klebstoffen und mechanischen Komponenten. Selbst scheinbar geringfügige Lieferantenänderungen können weitreichende Folgen haben.
Diese Rückrufe verdeutlichen ein wachsendes Muster qualitätsbezogener Probleme in den aktuellen Produktionslinien von Ford. Während die unmittelbaren Risiken angegangen werden, wirft die schiere Anzahl der Rückrufe in diesem Jahr Fragen zur gesamten Fertigungsaufsicht von Ford auf.























