AMGs Electric GT: Der Drift-Modus übersteht die Umstellung

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Mercedes-AMG verdoppelt seine Leistung und bereitet die Veröffentlichung seiner vollelektrischen viertürigen GT-Limousine vor. Das Auto, das derzeit die Wintertests abschließt, wird trotz Verzicht auf den Verbrennungsmotor wichtige AMG-Merkmale behalten – einschließlich der Fähigkeit zum Driften. Dies ist wichtig, weil es zeigt, dass leistungsstarke Elektrofahrzeuge nicht unbedingt das Engagement des Fahrers zugunsten der Effizienz opfern müssen.

Leistungs- und Antriebsstrangkonfiguration

Der kommende AMG GT wird über drei Axialfluss-Elektromotoren verfügen, die wie in früheren Konzepten bis zu 1.341 PS liefern können. Der Antriebsstrang ist konfigurierbar und wechselt zwischen Hinterrad- und Allradantrieb. Ein zentrales Fahrdynamiksystem steuert die Kraftentfaltung mit drei Einstellungen: Ansprechverhalten, Agilität und Traktion.

  • Response Control passt das Motorverhalten basierend auf der Gaspedaleingabe und dem Fahrmodus an.
  • Agility Control manipuliert die Kraftverteilung, um das Kurvenverhalten zu verändern und unterschiedliche Radstandlängen zu simulieren.
  • Die Traktionskontrolle bietet neun wählbare Stufen und spiegelt die Systeme wider, die in früheren AMG GT R- und Black Series-Modellen verwendet wurden.

Handling- und Federungstechnik

Damit der Elektro-GT ein echter AMG bleibt, setzt Mercedes auf fortschrittliche Handling-Technologien. Das Auto verfügt über Carbon-Keramik-Bremsen vorne und Stahlscheiben hinten. Die Federung ist mit einstellbaren Luftfedern, semiaktiven Überrollbügeln und konfigurierbaren Dämpfern noch komplexer.

Dieses Setup zielt darauf ab, Komfort mit rennstreckentauglicher Präzision in Einklang zu bringen und mit der Raffinesse von Konkurrenten wie dem Porsche Taycan und dem Audi e-tron GT mitzuhalten. Das Ziel besteht darin, ein vielseitiges Erlebnis zu bieten: reibungsloses tägliches Fahren und aggressive Leistung, wenn gewünscht.

Wärmemanagement

AMG hat sich auch mit dem kritischen Thema des Wärmemanagements für Hochleistungs-Elektrofahrzeuge befasst. Die Batteriezellen werden direkt mit einem nicht leitenden Öl gekühlt, das um jede Zelle herum zirkuliert, um optimale Temperaturen aufrechtzuerhalten. Dies soll Leistungseinbußen bei längerem Einsatz auf der Rennstrecke, extremen Wetterbedingungen oder anspruchsvollem Fahren verhindern.

Preise und Ausblick

Mercedes hat die Preise noch nicht bestätigt, geht aber davon aus, dass der elektrische AMG GT teuer sein wird. Das aktuelle gasbetriebene Modell kostet zwischen 102.000 und 200.500 US-Dollar, und das neue Elektrofahrzeug wird diese Spanne wahrscheinlich überschreiten. Endgültige Designdetails und Antriebsoptionen werden voraussichtlich bald bekannt gegeben.

Das Engagement von AMG, sein charakteristisches Fahrerlebnis auch in einem elektrischen Format beizubehalten, legt nahe, dass leistungsstarke Elektrofahrzeuge immer noch emotionalen Nervenkitzel bieten können, ohne Kompromisse bei der Effizienz einzugehen.