Volkswagen rüstet ID.4 und ID.5 auf: Mehr Leistung, bessere Reichweite und praktische Verbesserungen

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Volkswagen will die Wettbewerbsfähigkeit seines Elektro-SUV-Angebots mit einer deutlichen Aktualisierung zur Mitte des Zyklus für den ID.4 und seinen Coupé-ähnlichen Bruder, den ID.5, stärken. Durch die Einführung größerer Batteriekapazitäten und höherer Leistungsabgaben will der deutsche Autohersteller seinen Marktanteil gegen gewaltige Konkurrenten wie den Hyundai Ioniq 5 und den Toyota bZ4X verteidigen.

Diese Aktualisierungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Während sich Volkswagen bereits auf die nächste Generation von Elektrofahrzeugen vorbereitet, stellen diese Verbesserungen sicher, dass die aktuelle ID-Familie auch in der Übergangszeit eine praktikable, moderne Wahl für Verbraucher bleibt.

Batterie- und Leistungs-Upgrades

Die bemerkenswertesten Änderungen liegen unter der Oberfläche: Volkswagen hat die Batteriegrößen in mehreren Ausstattungsvarianten angepasst, um mehr Kilometerleistung und Effizienz zu erzielen.

Einsteigermodelle: Mehr für weniger

Für die Basisspezifikationen „Pure“ hat Volkswagen die Batteriekapazität von 52 kWh auf 58 kWh erhöht. Dies führt zu einem erheblichen Sprung in der Reichweite:
ID.4 Pure: Die Reichweite erhöht sich von 222 Meilen auf 265 Meilen.
ID.5 Pure: Die Reichweite erhöht sich von 227 Meilen auf 272 Meilen.
Power Boost: Der Heckmotor hat ebenfalls einen Aufschwung erlebt und ist von 168 PS auf 187 PS gestiegen.

Entscheidend ist, dass Volkswagen den Startpreis für diese Einstiegsmodelle bei 36.995 £ beibehalten hat und damit mehr Wert als die Vorgängerversion bietet.

Mittelklasse- und Allradantrieb

Die „Pro“-Ausstattungen (einschließlich Essential, Match und Black Edition) verwenden jetzt einen 79-kWh-Akku (vorher 77 kWh). Während die Reichweite des ID.4 stabil bei 347 Meilen bleibt, verzeichnet der ID.5 einen leichten Anstieg auf 351 Meilen.

Für alle, die Allradantrieb bevorzugen, gibt es auch bei den 4Motion -Varianten eine Leistungssteigerung. Trotz Beibehaltung der 77-kWh-Batterie ist die kombinierte Leistung der beiden Motoren auf 297 PS gestiegen, was die Reichweite von 325 auf 341 Meilen erhöht. Für diese Pro-Modelle gilt eine geringfügige Preiserhöhung von etwa 570 £.

Die GTX-Performance-Modelle

In einem etwas kontraintuitiven Schritt wechseln die leistungsstarken GTX -Modelle tatsächlich zu einem etwas kleineren 77-kWh-Akku (von 79 kWh). Volkswagen behauptet jedoch, dass die verbesserte Effizienz des Antriebsstrangs die geringere Kapazität mehr als ausgleiche. Das Ergebnis ist eine leichte Reichweitensteigerung (je nach Modell bis zu 326–331 Meilen) bei gleichbleibender Leistung von 335 PS. Für diese Modelle wird es eine Preiserhöhung von 655 £ geben, beginnend bei 52.900 £.

Berücksichtigung von Benutzerfeedback: Hardware und Dienstprogramm

Über den Antriebsstrang hinaus hört Volkswagen seit langem Kritik an der Benutzeroberfläche und dem praktischen Nutzen der ID-Serie.

  • Physische Bedienelemente: Als großer Gewinn für die Ergonomie wurden die umstrittenen haptischen Lenkradbedienelemente – die oft als zu empfindlich und schwer zu bedienen kritisiert wurden – durch physische Tasten ersetzt.
  • Bidirektionales Laden: Die neuen Modelle unterstützen jetzt Vehicle-to-Load (V2L) -Funktionen. Dadurch fungiert das Auto als mobile Powerbank, die über eine neue optionale 230-Volt-Steckdose Campingausrüstung, Werkzeuge oder andere elektronische Geräte mit Strom versorgen kann.
  • Standardausstattung: Die Praktikabilität wurde durch einen elektrischen Kofferraumdeckel, der jetzt zur Standardausstattung der Pure Match-Ausstattung gehört, und die Einführung neuer 19-Zoll-Stahlräder für die Einstiegsmodelle gesteigert.

Marktkontext und Anreize

Der Zeitpunkt dieser Aktualisierungen ist strategisch. Da der Markt für Elektrofahrzeuge immer ausgereifter wird, legen Verbraucher immer mehr Wert auf Lösungen für Reichweitenangst und intuitive Benutzeroberflächen. Indem Volkswagen beides angeht, versucht es, die Lücke bis zur Einführung seiner Plattformen der nächsten Generation zu schließen.

Darüber hinaus ist Volkswagen derzeit dabei, für diese aktualisierten Modelle erneut den 1.500 £ Electric Car Grant der britischen Regierung zu beantragen, was die tatsächlichen Kosten für Käufer nach der Genehmigung erheblich senken könnte.

Schlussfolgerung
Durch diese Aktualisierungen hat Volkswagen die wichtigsten Verbraucherprobleme erfolgreich angegangen – insbesondere Reichweite, Leistung und Benutzerfreundlichkeit der Benutzeroberfläche. Diese Verbesserungen verwandeln den ID.4 und den ID.5 von reinen Übergangsmodellen in äußerst wettbewerbsfähige, praktische Konkurrenten im überfüllten Segment der Elektro-SUVs.