Kultikonen des Jahrzehnts der Gier

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Schulterpolster. Große Haare. Ronald. Margarete. Die Ästhetik war laut. Das galt auch für die Motoren.

Wir neigen dazu, die 80er Jahre als ein Jahrzehnt des Überflusses in Erinnerung zu behalten. Doch unter der Fassade waren einige Hersteller damit beschäftigt, Legenden zu erschaffen. Diese Maschinen haben durch Zufall oder Design den Zeitgeist getroffen. Sie sind nicht nur alt; Sie sind Ikonen.

Porsche 944

Von seinem Vorgänger, dem 924, verkaufte Porsche 150.003 Exemplare. Nicht schlecht. Zwischen 1976 und 1986 war dieser Wert für ein kleines Stuttgarter Unternehmen sogar ziemlich beeindruckend. Es war das billige Gateway. Sie haben den 924 gekauft, weil Sie das Flaggschiff 911 eine Niere gekostet hat.

Dann kam der 944. Im Jahr 1983.

Es sah aus wie ein 924 im Anzug. Klappscheinwerfer. Heckklappe aus Glas. Dieser kleine schwarze Spoiler. Natürlich wurde die 2+2-Sitzanordnung beibehalten. Aber es fühlte sich schärfer an. Konzentriert sich mehr auf das Fahren.

Porsche bot eine schwindelerregende Auswahl an Abzeichen. 944 2.6, der S, der 3,0-Liter-S2. Sogar eine Cabriolet-Version und die Turbo-Variante für diejenigen, die mit subtilen Hinweisen nicht umgehen können.

Bis 1991 lügten die Zahlen nicht. Der 944 verkaufte sich deutlich besser als der 924. Gesamtumsatz? 173.138 Einheiten. Es wurde zur ernsthafteren Eintrittskarte für die Marke.

BMW E30 M3

Erinnern Sie sich, als Autos nur… Autos waren?

Keine Touchscreens. Keine Fahrmodi. Nur du und vier Kolben, die nach Befreiung schreien.

Der E30 M3 war ein Baustein mit Herzschlag. Ein 2,3-Liter-Vierzylindermotor leistete 200 PS. Das war es. Ein knickgelenktes Fünfganggetriebe leitete die Kraft an die Hinterräder. Nach heutigen Maßstäben? Enttäuschend. Damals? Erschreckend.

Von null auf 60 dauerte es 5,8 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit etwa 152 Meilen pro Stunde. Das Leergewicht lag bei lediglich 1.168 kg (ca. 2.575 lbs). Leicht bedeutete flink.

Das Styling tat sein Übriges. Die verbreiterten hinteren Bögen schluckten die klassischen Kreuzspeichenräder. Das Abzeichen schrie M3. Sie mussten die technischen Daten nicht kennen. Der breite Körper verriet Ihnen alles, was Sie wissen mussten. Es verfolgt immer noch Flohmärkte und Träume.

Audi Quattro

Sie brauchen nur einen Namen, um den Raum still zu machen. Quattro.

1977 taten die Audi-Ingenieure etwas Radikales. Sie bauten ein Auto mit Allradantrieb ein, das wie eine normale Limousine aussah. Die Leute lachten. Allradantrieb gehörte in schlammige Jeeps oder Militärlastwagen. Audi bestand darauf.

Das Ergebnis war eine Art Hybrid. Eine Audi 80-Karosserie gepaart mit dem Antriebsstrang eines VW Iltis-Militärfahrzeugs.

Es bewegte sich nicht nur; es dominierte. Auf Schotteretappen gewann das Rallyeauto in zwei Jahren 23 Rallyes. Aber die Straßenbahn? Noch heftiger. Der Ferrari 308 GTB – ein Maßstab rein italienischer Geschwindigkeit – beschleunigte in etwa 5,4 Sekunden von 0 auf 60. Der kastenförmige deutsche Audi? Näher.

Es hat die Art und Weise, wie wir über Traktion denken, für immer verändert.

Peugeot 205 GTI

Porsches. Jag XJRs. Rolls Royces. Die 1980er Jahre waren voller Heavy Metal.

Dann fuhr der 205 GTi vorbei. Es war ein Erbsenschütze, der sich wie ein Skalpell verhielt.

1984 fing es ganz bescheiden an. Ein 1,6-Liter-Motor leistet 100 PS. Zwei Jahre später stieg diese Zahl auf 107 PS. Immer noch bescheiden. Bis das 1,9-Liter-Modell erschien. Dieser packte 128 PS in ein nur 850 kg schweres Chassis.

Es fühlte sich leicht an. Luftig. Sie könnten das Heck beim Gasgeben am Ausgang um eine Ecke bewegen. Manchmal hat es übersteuert. Oftmals wunderschön.

Man brauchte keine Winglets, um Spaß zu haben. Einfach ausbalancieren.

Das beste Auto ist nicht immer das lauteste. Es liegt am leichtesten in der Hand.

Auf welcher Seite stehst du? Turbo-Deutsche. Italienische V12-Motoren. Französische Schräghecklimousinen mit Seele?

Hängt wahrscheinlich davon ab, wo Sie Ihr Auto 1988 geparkt haben. Oder an welchem ​​Sie vorbeigefahren sind, an jemandem vorbei, der wusste, was es war. Und grinste.

Wer wusste.