So funktioniert die Verkabelung von Autotüren: Einfache vs. erweiterte elektrische Fensterhebersysteme

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Die Verkabelung von Autotüren ist keine Einheitssituation. Die Komplexität hängt ganz davon ab, welche Funktionen der Hersteller in dieses Panel integriert hat. Manche Systeme sind kinderleicht. Andere beinhalten so viel Elektronik, dass man genauso gut einen Computer programmieren könnte.

Beginnen wir mit der Old-School-Methode. Das Grundsystem. Es ist für einen Zweck konzipiert: Dem Fahrer die Kontrolle über alle vier Fenster zu ermöglichen und gleichzeitig die Passagiere auszusperren.

Der grundlegende Stromkreis für elektrische Fensterheber

In einer Grundkonfiguration wird die Fahrertür über einen 20-Ampere-Schutzschalter mit Strom versorgt. Es geht nicht kompliziert weiter. Es wird direkt in das Fensterschalter-Bedienfeld eingespeist.

Von dort wird der Strom an einen Kontakt in der Mitte jedes der vier Fensterschalter verteilt. Sie haben zwei weitere Kontakte, die den mittleren Kontakt flankieren. Eine Seite ist mit der Fahrzeugmasse verbunden. Die andere Seite ist mit dem Motor verbunden.

Die Stromversorgung erfolgt auch über den Sperrschalter. Wenn der Fahrer dieses Schloss umlegt, unterbricht er den Strom zu den ähnlichen Fensterheberschaltern an den anderen drei Türen. Den Passagieren bleiben nutzlose Plastikknöpfe übrig.

Wie die Schalter tatsächlich funktionieren

Wenn Sie einen Fensterschalter drücken, stellen Sie eine physische Verbindung her. Einer der beiden seitlichen Kontakte wird von der Erde getrennt und mit dem mittleren Stromkontakt verbunden. Die andere Seite bleibt geerdet.

Damit ist die Schaltung abgeschlossen. Strom fließt zum Fensterhebermotor. Das Fenster geht herunter.

Anders herum drücken? Die Polarität wechselt. Der Strom fließt in entgegengesetzter Richtung durch den Motor. Das Fenster geht hoch. Es ist mechanisch. Es ist direkt. Es ist dumm, aber es funktioniert.

Warum Autos auf fortschrittliche Systeme umgestiegen sind

Dann gibt es noch das fortschrittliche System. Das ist es, was man in modernen Autos bekommt. Der Strom fließt überhaupt nicht über die Schalter. Die Schalter sind nur Eingänge.

Sie verbinden sich mit einem der vielen elektronischen Module im Auto. Das durchschnittliche Auto hat etwa 25 Module. Bei einigen Autos ist ein Modul direkt in der Fahrertür eingebaut. Andere verwenden einen zentralen Körpercontroller.

Warum sich die Mühe machen? Drähte.

Wenn Ihre Tür über Bedienelemente für Fenster, Spiegel, Schlösser und Sitze verfügt, wird der Kabelbaum zum Albtraum. Es sind zu viele Kabel, um aus einer sich bewegenden Tür herauszuführen. Es erhöht das Gewicht. Es erhöht das Risiko eines Scheiterns.

Wie digitale Module die Oberhand gewinnen

Anstelle physischer Schalter, die die Last tragen, überwacht das Fahrertürmodul alle Eingänge. Es ist ein Gehirn, das in der Türverkleidung sitzt.

Einen Fensterschalter drücken? Das Modul schließt ein Relais. Dieses Relais versorgt den Fensterhebermotor mit Strom. Der Schalter selbst führt keinen Strom. Es sagt dem Modul lediglich, was es tun soll.

Den Beifahrerspiegel einstellen? Das Fahrertürmodul sendet ein Datenpaket auf den Kommunikationsbus des Fahrzeugs. Dieses Paket weist die Karosseriesteuerung an, die Spiegelmotoren mit Strom zu versorgen. Keine dicken Kupferdrähte, die durch den Türpfosten verlaufen. Nur Datenpakete.

Es ist sauberer. Es ist leichter. Und wenn dies fehlschlägt, handelt es sich wahrscheinlich eher um ein Diagnosegerät als um ein Multimeter und einen Schaltplan.