In einer überraschenden Wendung bei den jüngsten Leistungstests erreichte der Toyota bZ Woodland 2026, ein elektrischer Familien-SUV, beim Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunde die Beschleunigung eines GR Supra mit Schaltgetriebe.
Während diese beiden Fahrzeuge völlig unterschiedlichen Kategorien angehören – das eine ist ein schwerer Elektro-Crossover und das andere ein leichter Sportwagen für Enthusiasten – verdeutlichen ihre identischen Markteinführungszeiten eine deutliche Verschiebung in der Art und Weise, wie die Automobilleistung im Elektrozeitalter gemessen wird.
Die Zahlen: Eine Geschichte zweier Antriebsstränge
Sowohl der bZ Woodland als auch der 382 PS starke, turbogeladene Sechszylinder GR Supra (ausgestattet mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe) erreichten in 3,9 Sekunden eine Geschwindigkeit von 60 Meilen pro Stunde. Die Art und Weise, wie sie diese Geschwindigkeiten erreichten, könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein:
- Der GR Supra: Verfügt über einen turbogeladenen 3,0-Liter-Reihensechszylindermotor. Während er beeindruckende Leistung erzeugt, muss er seinen Schwung „aufbauen“, da die Spitzenleistung erst bei 6.500 U/min erreicht wird.
- Der bZ Woodland: Verwendet zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 375 PS. Im Gegensatz zum Verbrennungsmotor liefern die Elektromotoren sofortiges Drehmoment an alle vier Räder, sobald der Fahrer auf das Pedal tritt.
Masse mit sofortigem Drehmoment überwinden
Der auffälligste Aspekt dieses Vergleichs ist die Gewichtsungleichheit. Der bZ Woodland wiegt 4.570 Pfund und ist damit über 1.200 Pfund schwerer als der Supra, der nur 3.343 Pfund auf die Waage bringt.
Unter normalen Umständen würde ein so massiver Gewichtsnachteil ein Unentschieden unmöglich machen. Das bZ Woodland kompensiert seine Masse jedoch durch:
1. Sofortiges Drehmoment: Kein Warten auf steigende Drehzahlen oder Gangwechsel.
2. Allradantrieb (AWD): Hervorragende Traktion, die es dem schweren SUV ermöglicht, ohne das Durchdrehen der Räder anzufahren, das oft bei leichteren Fahrzeugen mit Hinterradantrieb auftritt.
Wo der Supra seine Krone zurückerobert
Während der SUV auf Anhieb mit dem Sportwagen mithalten kann, verschiebt sich der Vorteil, sobald die Fahrzeuge an Dynamik gewinnen. Das geringere Gewicht und die spezielle Technik des Supra ermöglichen es ihm, bei höheren Geschwindigkeiten die Nase vorn zu haben:
| Metrisch | GR Supra (Handbuch) | bZ Woodland (EV) |
|---|---|---|
| 0–60 Meilen pro Stunde | 3,9 Sekunden | 3,9 Sekunden |
| 0–100 Meilen pro Stunde | 9,6 Sekunden | 10,1 Sekunden |
| Viertelmeile | 12,4 Sekunden | 12,5 Sekunden |
| Skidpad (G-Kraft) | 1,02 g | 0,78 g |
Auch im Handling dominiert der Supra. Dank seines niedrigeren Schwerpunkts, der speziellen Federung und der leistungsstarken Michelin Pilot Super Sport-Reifen behält er im Vergleich zum Woodland eine deutlich höhere seitliche Haftung auf dem Skidpad bei.
Warum das wichtig ist: Der neue Leistungsstandard
Dieser Vergleich verdeutlicht einen breiteren Trend in der Automobilindustrie: die Demokratisierung der schnellen Beschleunigung. Da Elektromotoren immer effizienter und verbreiteter werden, ist „schnell“ nicht länger eine Eigenschaft, die niedrigen, leichten Sportwagen vorbehalten ist. Mainstream-SUVs für die ganze Familie können jetzt eine geradlinige Leistung bieten, die einst ausschließlich High-End-Performance-Maschinen vorbehalten war.
Während der bZ Woodland mit der Einführung eines Sportwagens mithalten kann, bleibt der Supra die überlegene Maschine in Bezug auf Fahrdynamik, Handling und Hochgeschwindigkeitsverhalten.
Fazit: Der Toyota bZ Woodland beweist, dass Elektroantriebe massive Gewichtseinbußen überwinden können, um eine Beschleunigung auf Sportwagenniveau zu erzielen, auch wenn sie noch nicht mit der Agilität und Hochgeschwindigkeitsdominanz eines speziellen Hochleistungsfahrzeugs wie dem GR Supra mithalten können.






















